EUTR wird EUDR – Sonst ändert sich nix?

Unsere Branche beschäftigt sich verordnungsmäßig bereits seit 2013 mit Zertifizierung von Holz (FSC / PEFC…), um sicherzustellen, dass kein illegal geschlagenes Holz in Europa in Umlauf kommt.

Nun gut, darum hat sich eine umfangreiche Zertifizierungslobby gebildet, bei es gefühlt wohl um eine Gelddruckmaschine geht.

Sei es drum. Ende vergangenen Jahres hat das Europäische Parlament eine Neue Verordnung verabschiedet.

Die alte Verordnerung EU-Holzhandelsverordnung (EUTR) wurde nun abgelöst von der EU-Verordnung zur Vermeidung von Entwaldung (EUDR). Klingt erstmal nach lustigen Verordnungs-Bingo in Brüssel alla Raiders heißt jetzt Twix, sonst ändert…

Wo liegen die Unterschiede?

1. Der EUTR (European Union Timber Regulation) ist eine EU-Verordnung, die den Handel mit Holz und Holzprodukten innerhalb der EU und mit Drittländern regelt. Der EUDR (European Union Due Diligence Regulation) ist eine EU-Verordnung, die die Sorgfaltspflicht der Unternehmen in Bezug auf Risiken bei der Verarbeitung, dem Handel und der Lieferung von Holz und Holzprodukten regelt.

2. Der EUTR hat einen stärkeren Fokus auf den Handel mit Holzprodukten, während der EUDR einen stärkeren Fokus auf die Verarbeitung und die Lieferung von Holzprodukten hat.

3. Der EUTR verlangt, dass alle Holzprodukte, die in die EU importiert werden, aus legalen Quellen stammen müssen, während der EUDR verlangt, dass Unternehmen Risiken im Zusammenhang mit Holzprodukten und Lieferungen aufgrund von illegaler Waldnutzung und schädlicher Holznutzungspraktiken aufdecken und handeln. Dazu soll eine zentrale Platform errichtet werden, in welcher die Risikobewertungen struktiert und öffentlich nachvollziehbar bereitstehen.

Was bedeutet die Neuerung für den Holz- und Baustofffachhändler?

Der Fachhändler bezieht sein Holz üblicherweise von den bekannten Sägern und Importeuren wie Rettenmeier, Ante, Holz-Müller usw..

Somit ist auszuschließen, dass man selbst Inverkehrbringer ist. Die Risikobewertung ist nur für größere Unternehmen notwendig, wozu der überwiegende Teil der Branche ausser evtl. Bauking und RaabKarcher usw. nicht gehören!

Aus meiner Sicht kein Handlungsbedarf, auch wenn man aus der Kooperationswelt nun die Neuigkeit für das Thema Kettenzerfizierung FSC/PEFC nutzt. Verständlich, man braucht Teilnehmer um das Lizenzierungsmoloch zu finanzieren..

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