Unternehmen können sich CO²-Steuer zurückholen – Frist beachten!!!

Bei all den Bekundungen zur CO²-Neutralität konnte die “damalige” Regierung nicht umhin, die heimische Wirtschaft zu schützen. Es wurde eine Deutsche Verordnung erlassen zum Schutz bzw. gegen das Abwandern energieintensiver Unternehmen. Ich sehe hier Betriebe der Baustoffindustrie, Holzindustrie und des verarbeitenden Gewerbe ebenso wie die Rohstoffgewinnung (Steinbrüche…).

Das Ergebnis ist die Möglichkeit, sich die CO²-Steuer auf fossile Energieträger zurückzuholen (2021-2025). Vorausgesetzt man gehört zur unterstützten Branche. Ab 2023 steht dann auch gleich ein Energienetzwerk oder die ISO 50001 an. Ab 2023 müssen Klimaschutzmaßnahmen hinzukommend nachgewiesen werden oder es gibt ein Downgrad auf 65% Erstattung.

Grundsätzlich zahlen Sie als Unternehmen keine CO²-Steuer, sondern nur Inverkehrbringer der Energieträger (Benzin, Diesel, Heizöl, Kohle, Gas). Die Energiewirtschaft kommuniziert lautstark den Anteil im verrechneten Preis und die Preissteigerungen machen den spürbaren Unterschied.

Wieviel wird durch die BECV – Carbon-Leakage-Verordnung erstattet?

Ich habe einmal gemäß der Verordnung den Versuch unternommen, es transparent aufzubereiten und ein schnelles und einfaches Ergebnis zu liefern (BECV-Kalkulator). Es werden nicht die Teilsektoren berücksichtigt, nicht die Mengenstaffeln des Selbstbehaltes und detailliertere Sonderregeln der Verordnung, da es einen grundsätzliche Einschätzung liefern soll zu Use it or lose it. Ausdrücklich sollte man sich vor einer Entscheidung Rat einholen oder die Verordnung detailliert lesen!!

Wann und wie kann ich den Antrag nach BECV stellen?

Für das Geschäftsjahr 2021 sollte man sich nun sputen, denn der Antrag (inkl. vorherige Registrtierung), welcher durch einen Wirtschaftsprüfer testiert sein muss, muss am 30.06.2022 eingangen sein. Zuständig ist das Umweltbundesamt. Der Antrag wird digital eingereicht, Link auf der Seite.

Ob Sie sich die Mühe machen sollten, liegt an Ihrem Verbrauch an fossilen Energieträgern und dem zugeordneten Sektor. Sollten Sie für 2021 auf über 4.000 € komme,n lohnt es sich dranzubleiben, denn die CO²-Steuer und damit die Erstattung steigt außerordentlich bis 2026!!

25 Euro pro Tonne CO2 ab 2021 | 30 Euro pro Tonne CO2 ab 2022 | 35 Euro pro Tonne CO2 ab 2023 | 45 Euro pro Tonne CO2 ab 2024 | 55 Euro pro Tonne CO2 ab 2025 |

Für die Berechnung dürfen Sie nicht nutzen, wenn sie :

  • in einer dem EU-Emissionshandel unterliegenden Anlage des Unternehmens eingesetzt wurden
  • zur Stromerzeugung eingesetzt wurden (kein BHKW!)
  • zur Wärmeerzeugung für Dritte eingesetzt wurden
  • biogenen Ursprungs sind
  • im Falle von Erdgas nach § 25 des Energiesteuergesetzes steuerfrei verwendet wurden
  • zur Herstellung von Produkten oder zur Erbringung von Leistungen verwendet wurden, die keinem nach § 5 beihilfeberechtigten Sektor zuzuordnen sind, oder
  • das Unternehmen vor dem 1. Januar 2021 bezogen hat.

Die Daten stammen aus der BECV (Stand 03.2022) und der EBEV_2022, insbesondere was Heizwert und CO²-Äquivalent angeht. Im Gegensatz zu diversen lobbyistischen Platformen rund um CO² gehe ich den sauberen Weg 😉

BECV – Erstattung kalkulieren

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