November 14, 2017

Wettbewerbsposition am Beispiel Holzfachmarkt

Nachdem man sich über das Kaufkraftpotential von Verbrauchern Gedanken gemacht hat, ist es natürlich ratsam sich die Situation im Feld der Mitbewerber anzuschauen. Dabei muss festgelegt werden wer potentieller Konkurrent sein kann und ist. Im Bezug auf den Holzfachmarkt ist im Einzugsgebiet des eigenen Standorts jedes Unternehmen zu prüfen, welches sich mit Holzprodukten, angelehnten Sortimenten und auch Baustoffen beschäftigt. Bei der Prüfung sind Baumärkte, Baustoffhändler und Fachbetriebe zu durchleuchten. Baumärkte erfreuen sich Jahr für Jahr zunehmender Beliebtheit. Dies geschieht nicht nur im DIY-Bereich, sondern der Anteil der gewerblichen Kunden in dieser Vertriebsstruktur steigt ebenfalls.

Das bedeutet einen Anstieg der Standorte im Bundesgebiet um 5,0 %. Durch die flächendeckende Besiedelung von Baumärkten kann davon ausgangen werden, dass es mindestens einen oder zwei Baumärkte in dem eigenen Einzugsgebiet gibt.

Des Weiteren sind Baustoffhändler heute oft dazu übergegangen, sich dem Baumarkt durch Baufachmärkte anzunähern, nicht ohne Sortimente aus der Holzbranche, wie z.B. Bauholz, Laminat, Parkett, Plattenwerkstoffe anzubieten.

Auch durch die sinkenden Umsätze im Tischlerhandwerk zwingen viele Unternehmen sich zu verändern. Das Schreinerhandwerk ist von 1996 bis 2003 stetig eingebrochen und hat einen Umsatzeinbruch von 25,7 % auf heute 16,2 Mrd. EUR erlebt.

Diese Zahlen und die Anzeigen an Insolvenzen in Fachblättern zeigen deutlich die Krise des Handwerks. So bauen immer mehr Handwerker ihre Schreinereien zu Ausstellungen aus. Somit treten sie in direkte Konkurrenz zum Holzhandel. Jedoch ist eine genaue Betrachtung dieser Gruppe kaum möglich, da es sich um kleine Unternehmen handelt. Die Problematik, sich das richtige Marktpotential zuzuordnen liegt nun darin, die angesprochenen Konkurrenten mit Ihrem Umsatz einzuschätzen und somit das Marktpotential der Kunden auf diese Unternehmen zu verteilen. Da es unmöglich ist, von allen Mitbewerbern Jahres- oder Periodenumsätze zu ermitteln, ist es oft die eigene Einschätzung der Situation und die Betrachtung der Stärken und Schwächen der Konkurrenz, die zu einem Ergebnis führt. Kennzahlen können die Größe der Ausstellung, Lagerfläche oder Anzahl der Mitarbeiter sein. Aber da es nachvollziehbar ist, dass jedes Unternehmen in bestimmten Bereichen Stärken und Schwächen hat, kann durch solche Zahlen keine wirklich schlüssige Betrachtung gegeben sein. Falls man sich in der Lage sieht für das jeweilige Segment ein Marktpotential festzulegen, ist dies hilfreich für die Wahl der Werbestrategie. Natürlich spielt es eine Rolle ob man Marktführer oder Neueinsteiger ist. Man kann durch eine aggressive Preispolitik als Neueinsteiger schnell eine Position im Markt erreichen. Aber als Markführer muss man langfristig durch entsprechende Maßnahmen im  Bereich Standort und Image im Markt kämpfen.

Tagged on:

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Um die Nutzung unserer Webseite zu analysieren und unser Angebot zu verbessern, setzen wir Technologien ein, die das Nutzungsverhalten in pseudonymisierter Form erfassen. Durch Ihre Zustimmung unterstützen Sie uns bei der weiteren Gestaltung unseres Webangebots. Sie können diese Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen.

Schließen